Seltsam…

Ich bin heute mal wieder in Gelsenkirchen gewesen. Inspiriert vom schönen Wetter habe ich dann eine kleine Rundtour gemacht und habe festgestellt, dass ich ein bisschen abgeschwiffen bin:

Angefangen hat es zu Hause, ich meine nicht Dortmund, sondern das Haus der Eltern, der Garten, in dem oft gegrillt, gearbeitet und mit Wasserpistolen gespielt wurde. Die alte Schule mit ihrem Schulhof und besonders der Sporthalle, in der ich zum Basketball gekommen bin. Der Sportplatz, auf dem ich mit meinen Freunden jeden Tag in den Sommerferien Baskteball und Volleyball gespielt habe, bis wir schwarz vom Aschenplatz waren. Der Park, in dem wir Fahrradrennen gefahren sind oder uns auf die Schulmeisterschaften vorbereitet haben. Damit dann andere Dinge, Radfahrten zur Schule und zum Training, das „Fuck“, in dem man heute immernoch jemanden Bekannten treffen kann, die erste Freundin, der erste ?œberkontakt mit Alkohol, die Schauburg in Buer (viele, viele verschiedene Filme) und vieles, vieles andere.

Damit aber auch Menschen, die man lange nicht mehr gesehen hat oder vielleicht auch nie mehr sehen wird – Freunde, Bekannte, Lehrer oder auch Familie.

Kennt ihr das? Sehr seltsam, oder?!? Ich habe das auch schon oft erlebt, wenn ich Orte besucht habe, an denen ich früher oft war, an denen ich aber lange Zeit nicht gewesen bin. Das hat mich dann an einen Satz erinnert, den ich mal irgendwo gelesen habe:

„Statt in die Ferne reist der Einheimische in die Vergangenheit. Das gehen durch die Stra?Ÿen wird zu einem ‚Memorieren im Schlendern‘, auf Schritt und Tritt eröffnet sich in der Gegenwart des Wahrnehmens das Reich der Erinnerungen, die sich mit Namen und Plätzen verbinden und deren Verflechtung dem unüberschaubaren Stra?Ÿennetz der Stadt gleicht.“

Zu philosophisch? Egal! Irgendwie steckt doch viel Wahrheit drin…